Der DigitalPakt geht in die nächste Runde. Mit dem DigitalPakt 2.0 planen Bund und Länder, die Digitalisierung von Bildungseinrichtungen in Deutschland weiter voranzutreiben. Nachdem der erste DigitalPakt vor allem den Aufbau digitaler Infrastruktur ermöglicht hat, rücken nun neue Themen stärker in den Fokus: nachhaltige Nutzung, innovative Lernmethoden und die Qualifizierung von Lehrkräften.
Für viele Bildungseinrichtungen stellt sich daher schon jetzt die Frage: Was bedeutet der DigitalPakt 2.0 konkret – und wie kann man sich darauf vorbereiten?
Was ist der DigitalPakt 2.0?
Der DigitalPakt 2.0 knüpft an den bisherigen DigitalPakt Schule (2019–2024) an und soll die Digitalisierung im Bildungsbereich weiter ausbauen. Laut aktuellen Planungen stehen dafür Fünf Milliarden Euro an Fördermitteln zur Verfügung, die Bund und Länder gemeinsam bereitstellen.
Ziel ist es, Bildungseinrichtungen nicht nur technisch auszustatten, sondern digitale Bildung langfristig zu stärken.
Drei zentrale Handlungsfelder stehen dabei im Mittelpunkt:
- Digitale Infrastruktur und Ausstattung
Dazu gehören beispielsweise Endgeräte, Netzwerkinfrastruktur oder digitale Lernplattformen. - Schul- und Unterrichtsentwicklung
Digitale Technologien sollen stärker in pädagogische Konzepte integriert werden. - Qualifizierung von Lehrkräften
Lehrende sollen besser darin unterstützt werden, digitale Lernformate sinnvoll einzusetzen.
Die Umsetzung erfolgt – wie beim DigitalPakt Schule – über landesspezifische Förderrichtlinien.
Digitalisierung bedeutet mehr als Geräte
Ein wichtiger Unterschied zum ersten DigitalPakt zeichnet sich bereits ab: Der Fokus verschiebt sich zunehmend von der reinen Anschaffung von Hardware hin zu nachhaltigen digitalen Lernkonzepten.
Digitale Bildung bedeutet nicht nur, Geräte bereitzustellen. Entscheidend ist, wie diese Technologien im Unterricht oder in der Ausbildung tatsächlich genutzt werden.
Immer mehr Einrichtungen beschäftigen sich deshalb mit Fragen wie:
- Wie lassen sich digitale Lernformate sinnvoll in bestehende Curricula integrieren?
- Welche Technologien unterstützen praxisnahes Lernen?
- Wie können Lehrkräfte im Umgang mit neuen Lernformaten qualifiziert werden?
Gerade innovative Technologien wie Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) oder KI-gestützte Lernsysteme eröffnen neue Möglichkeiten für praxisnahes Lernen und Simulation.
Komplexere Anforderungen an Beschaffung und Umsetzung
Mit der zunehmenden Komplexität digitaler Lernsysteme steigen auch die Anforderungen an Planung und Beschaffung. IT-Beschaffungen im Bildungsbereich müssen häufig vergaberechtliche Vorgaben erfüllen und verschiedene technische sowie datenschutzrechtliche Anforderungen berücksichtigen. Gerade bei komplexeren Systemen – etwa cloudbasierten Lernplattformen oder KI-gestützten Anwendungen – ist eine frühzeitige Planung entscheidend.
Oft werden solche Projekte über strukturierte Vergabeverfahren umgesetzt, beispielsweise über ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb, das besonders bei innovativen oder konzeptionellen Lösungen eingesetzt wird.
Das bedeutet: Projekte sollten nicht erst geplant werden, wenn Fördermittel bereits bewilligt sind.
Warum es sich lohnt, jetzt mit der Planung für den DigitalPakt 2.0 zu beginnen
Erfahrungen aus vielen Förderprogrammen zeigen, dass Einrichtungen mit einem klaren Konzept und vorbereiteten Projekten deutlich schneller auf Förderprogramme reagieren können.
Gerade bei komplexeren Vorhaben – etwa der Einführung neuer Lerntechnologien oder simulationsbasierter Trainingsformate – kann die Konzeptentwicklung einige Zeit in Anspruch nehmen.
Eine frühzeitige Vorbereitung hilft daher dabei:
- Fördermöglichkeiten optimal zu nutzen
- Projekte strategisch zu planen
- Umsetzung und Beschaffung rechtzeitig vorzubereiten
Erfahrung aus dem ersten DigitalPakt nutzen
Im Rahmen des ersten DigitalPakts haben viele Einrichtungen erste Erfahrungen mit digitalen Lerntechnologien gesammelt. Gleichzeitig zeigt sich in vielen Projekten, dass der eigentliche Mehrwert oft erst entsteht, wenn Technologien langfristig in Lernprozesse integriert und aktiv genutzt werden. Auch wir bei StellDirVor haben im Rahmen des ersten DigitalPakts zahlreiche Einrichtungen bei der Einführung immersiver Lernlösungen begleitet – etwa beim Einsatz von Virtual Reality für praxisnahes Lernen und Simulation, die heute weiterhin im Einsatz sind und regelmäßig in Ausbildung und Training genutzt werden.
Das zeigt: Entscheidend ist nicht nur die Anschaffung von Technologie, sondern vor allem deren nachhaltige Integration, Nutzung und Weiterentwicklung im Alltag.
Neue Lernformate im Kontext des DigitalPakts 2.0
Gerade in Bereichen wie Gesundheitsbildung, Pflegeausbildung oder Training für BOS-Organisationen eröffnen digitale und immersive Technologien neue Möglichkeiten für praxisnahes Lernen. Virtual Reality, Simulation und KI-gestützte Lernsysteme ermöglichen es beispielsweise, komplexe Situationen realitätsnah zu trainieren – unabhängig von Ort, Verfügbarkeit oder Ressourcen.
Der DigitalPakt 2.0 bietet die Chance, solche innovativen Lernformate nicht nur testweise einzusetzen, sondern gezielt zu implementieren und nachhaltig in bestehende Ausbildungs- und Unterrichtsstrukturen zu verankern.
Fazit: Der DigitalPakt 2.0 als Chance für innovative Lernkonzepte
Der DigitalPakt 2.0 wird die Digitalisierung von Bildungseinrichtungen weiter vorantreiben. Gleichzeitig zeichnet sich bereits jetzt ab, dass der Fokus stärker auf nachhaltigen Lernkonzepten und innovativen Methoden liegen wird. Gerade Technologien wie Virtual Reality, Simulation oder KI-gestützte Lernsysteme können dazu beitragen, Lernen praxisnäher, interaktiver und skalierbarer zu gestalten – insbesondere in Bereichen wie der Gesundheitsbildung. Für viele Einrichtungen ist jetzt ein guter Zeitpunkt, mögliche Projekte vorzubereiten und zu überlegen, wie immersive Lerntechnologien künftig sinnvoll eingesetzt werden können.
Austausch mit StellDirVor zum DigitalPakt 2.0
Der DigitalPakt 2.0 wirft viele Fragen auf – von Fördermöglichkeiten über Technologieauswahl bis hin zur praktischen Umsetzung. Wir beschäftigen uns bei StellDirVor seit vielen Jahren mit dem Einsatz von xR-Technologien und Virtual Reality in der Aus- und Weiterbildung im Gesundheitswesen und begleiten Einrichtungen bei der Einführung entsprechender Lernformate. Gerne unterstützen wir Sie dabei, mögliche Einsatzfelder für immersive Technologien zu identifizieren und passende Projektideen für den DigitalPakt 2.0 vorzubereiten.